HR-Tagung

Die Jahrestagung des Netzwerk HR ist eine Fachveranstaltung mit hochkarätigen Keynotes und spannenden Podiumsdiskussionen zu brandaktuellen Themen aus der HR-Szene.

In toller Atmosphäre bietet diese Plattform, neben Fachinputs internationaler HR-Profis, Wissenstransfer und Lösungsansätzen, eine Möglichkeit mit Kollegen aus dem HR-Bereich in Kontakt zu treten, sich zu vernetzen und voneinander zu lernen. 

Die Zielguppe:
HR-Manager, Personalverantwortliche, Personalentwickler, Geschäftsführer, Recruiter und Organisationsentwickler,... 


HR-TAGUNG 2018 | SAVE THE DATE | 15.02.2018 | TABAKFABRIK

HR-TAGUNG-18 | HR and the machines. HR in revolution.  

Die Digitalisierung etabliert weit mehr als neue Geschäftsmodelle und coole Produkte. Unternehmen hoffen mit neuen Technologien im Personalwesen Zeit und Geld zu sparen. Doch auch automatisierte Prozesse haben ihre Tücken und die Herausforderung liegt nicht nur in den technischen Möglichkeiten, sondern in der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur, Überarbeitung der Organisationsstruktur, Führung und Qualifizierung.    

Die HR-Tagung-18 nimmt die digitale Revolution zum Anlass, nach der Zukunft zu fragen. Welche relevanten Auswirkungen hat die Technisierung auf Mitarbeiter und Organisationen und welche Rolle muss darin die Personalabteilung einnehmen? Ermöglicht selbstlernende Software bessere Entscheidungen im Personalwesen? Welche Auswirkungen ergeben sich durch die Interaktion von Robotern mit der Belegschaft auf deren Werte und Motivation?    

Nutzen auch Sie diesen Tag, um mit Experten Anwendungsfelder und Auswirkungen der fortschreitenden Technisierung auf Organisationen wissenschaftlich zu beleuchten und vom Austausch mit anderen HR-Managern, Geschäftsführern, Experten und Organisationsentwicklern zu profitieren.  

   

REFERENTEN:
 

Dr. Sven Laumer | Diplom-Wirtschaftsinformatiker und Spezialist für IT-Anwendungen im Personalwesen Universität Bamberg, Deutschland    

Dr. Martin Kuhlmann | Arbeitssoziologe und Sprecher der Forschungsschwerpunkpunkts „Arbeit im Wandel“ am Soziologischen Forschungsinstitut an der Georg-August-Universität Göttingen

Prof. Mag. Peter Zellmann | Sozialforscher, Autor und Leiter Institut für Freizeit- und Tourismusforschung Wien, Österreich

Sven Semet | HR Thought Leader IBM Deutschland

 

Die Agenda zur Tagung ist demnächst online. Sichern Sie sich schon jetzt zum Frühbucherbonus Ihr Ticket!


 Moderation: Mag.a Barbara Krennmayr, MA | „die Turbine“



TAGUNGSPAUSCHALE

Die Tagungspauschale beinhaltet Vortragsunterlagen, Speisen & Getränke. 

 

€ 460,- Normalpreis

€ 230,- ermäßigter Preis für Partner des Netzwerk Humanressourcen und Partner anderer Cluster

Teilnehmergebühr: 2. Person 20% Rabatt.

10% Frühbucherbonus bis 31.10.2017  

Die Tagungspauschale ist pro Person (exkl. 20% MwSt.) für Vorträge, Unterlagen und Verpflegung.

 

Anmeldeschluss: 01.02.2018

 

 

ANMELDEBEDINGUNGEN

Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung per E-Mail. Bei Stornierung Ihrer Anmeldung (nur schriftlich) bis 05.02.2018 fällt keine Bearbeitungsgebühr an. Danach bzw. bei Nichterscheinen ist die gesamte Tagungspauschale zu entrichten. Selbstverständlich ist eine Vertretung der angemeldeten Person möglich.

Die Rechnungslegung erfolgt nach der Veranstaltung.

 

Hinweis: Die Zielgruppe der HR-TAGUNG-18 sind VertreterInnen aus Unternehmen (zB Geschäftsführung, PersonalistInnen, Führungskräfte), Kooperationspartner und Berater-Partner des Netzwerks Humanressourcen sowie Sponsorpartner der HR-TAGUNG-18. Die Teilnahme weiterer Dienstleister (Personalagenturen, Personalberater, Personalleaser und Unternehmensberater) wird über eine Warteliste geregelt.

 

KONTAKT

Netzwerk Humanressourcen
Hafenstraße 47-51, 4020 Linz
netzwerk-hr@biz-up.at
Tel: +43 732 79810 5199
Fax: +43 732 79810 5190


Sie sind noch nicht Partner im Netzwerk Humanressourcen? Kontaktieren Sie uns! Gerne stehen wir Ihnen für Fragen und Informationen zur Verfügung! Nutzen Sie den Vorteiler des ermäßigten Preises bei der HR-TAGUNG-18 und profitieren Sie von vielen weiteren Exklusivleistungen als NHR-Partner!

 

>> Informationen zur Partnerschaft  

>> Partner werden 

 

 

 

 

Dr. Sven Laumer 

Diplom-Wirtschaftsinformatiker und Spezialist für IT-Anwendungen im Personalwesen Universität Bamberg, Deutschland    

Digitale HR-Prozesse und Recruitingtechnologien

Sven Laumer beschreibt auf der HR-TAGUNG-18 den Hype der Digitalisierung im Unternehmenskontext. Er legt die Veränderungen von Arbeitsprozessen durch die Möglichkeiten und Potenziale der Informations- und Kommunikationstechnologie dar. Nur wenn sich Mitarbeiter und Führungskräfte auf den digitalen Wandel einlassen, können die digitalen Technologien ihr volles Potential entfalten.  

Mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz ist die Automatisierung von weniger strukturierten Aufgaben möglich. Künstliche Intelligenz wird bereits im Rahmen von Predictive Analytics zur Prognose von Mitarbeiterverhalten/-daten und Chatbots (textbasierte Dialogsysteme) im Mitarbeiter-Service oder Onboarding zur Entlastung der Personalabteilung eingesetzt.  

Laumer präsentiert auf der HR-TAGUNG-18 Unternehmen die bereits digitale HR-Trends für sich angepasst haben. Die größte Aufgabe der Personalabteilung in Zukunft ist: Den Wandel der Digitalisierung mitzugestalten und die betroffenen Personen entsprechend auf diesen vorzubereiten.  

Das Recruiting ist das am schnellsten digital vorangetriebene HR-Thema. Hier stehen große Datenmengen zur Verfügung und werden algorithmisch verarbeitet. Digital Recruiting bietet somit eine neutrale Basis im Bereich der Personalbeschaffung. Analysen der Kandidaten, Mobile Recruiting oder Active Sourcing auch mittels Social Media sind zentrale Bausteine der digitalen Personalsuche.  

Sven Laumer verfolgt seit 2002 jährlich die Studienreihe "Recruiting Trends" und berichtet über Trends und Innovationen in der modernen Personalbeschaffung.


Dr. Martin Kuhlmann 

Arbeitssoziologe und Sprecher der Forschungsschwerpunkpunkts „Arbeit im Wandel“ am Soziologischen Forschungsinstitut an der Georg-August-Universität Göttingen

HR-Management goes digital - Qualifikation, Transparenz, Prozessplanung

Martin Kuhlmann forscht im Spannungsfeld "Arbeit-Organisation-Subjekt". Bei der HR-TAGUNG-18 gibt er einen Einblick zur digitalen Technisierung von Produktions- und Dienstleistungsprozessen. Die Verknüpfung von Prozess- und Bestandsdaten gewährleistet zukünftig die Optimierung und Kontrolle der betrieblichen Abläufe.  

Laut Kuhlmann ist die Aufgabe des HR-Managements in Zukunft das exakte Wissen um Produktions- und Leistungsprozesse in der eigenen Organisation und deren digitale Ausführung. Darauf aufbauend kann Recruiting und Personalentwicklung erfolgen. Der intensive Einsatz neuer Kommunikationsmittel sowie der Zugriff auf gemeinsame Datenbestände kann übergreifende Zusammenarbeit einer Organisation vereinfachen und fördern. Der freiere Umgang mit digitalen Arbeitsvorgängen, löst einzelne Hierarchieebenen ab. Eine offene, wenig pragmatische Führungskultur ermöglicht einen frühen Start in digitale Strukturen sowie die Anpassung der Arbeitsweise von Mitarbeitern und Führungskräften an digitale Systeme.  

Kuhlmann erarbeitet mit dem IAA der JKU Linz ein HR-Reifegradmodell. Es soll zukünftig HR-Verantwortlichen zur Messung des individuellen Digitalisierungsgrades ihres organisationsbezogenen HR-Systems samt aktuellen Ausführungsstand der HR-Themen Auskunft geben. Der Fokus liegt auf HR-Inhalten und nicht auf organisationsbezogenem HR-Management. Der ermittelte HR-Reifegrad definiert Handlungsmöglichkeiten des Unternehmens.


Prof. Mag. Peter Zellmann 

Sozialforscher, Autor und Leiter Institut für Freizeit- und Tourismusforschung Wien, Österreich

Digitale Zukunft ist mehr als nur technische Machbarkeit - Sinnfragen, Bedürfnisse und zukünftige Lebensstile

Nicht der "Lebensstandard" wie im Industriezeitalter, sondern die Lebensqualität ist den meisten Menschen wichtiger geworden.  

Peter Zellmann gibt Impulse über die Auswirkungen des "digitalen Wachstums" in unserer Gesellschaft. Er stellt Fragen wie: Gehen Arbeitsplätze in Zukunft durch digitale Prozesse verloren? Sind politische Rahmenbedingungen auf die digitale Dienstleistungsgesellschaft vorbereitet? Zielen Ausbildungen auf allen Ebenen auf die digitale Entwicklung ab?  

Spannend ist, wie der Unterschied zwischen der Dienstbotengesellschaft des Industriezeitalters und der von der personenbezogenen Dienstleistung des Dienstleistungszeitalter geprägten neuen Arbeitswelt verstanden und akzeptiert wird. Das "Bottom-up-Prinzip" muss die "Top-down-Betriebsstrukturen“ des 20. Jahrhunderts ersetzen. Nicht überfallsartig, dafür aber stetig mit einer laufenden Moderation dieses Prozesses.  

Zellmann argumentiert, dass Wachstum nicht grenzenlos sein kann und daher die Aufgabe des „Erhaltens“ schon bald als durchaus wirtschaftswissenschaftlich anerkannter Erfolg gelten wird. Technik bzw. Technologien sind Werkzeuge des Gestaltens. Sie für die Wachstumshörigkeit „verantwortlich“ zu machen ist grundfalsch. Es kommt ausschließlich darauf an, wie wir diese Werkzeuge handhaben. Zellmann schreibt dabei die "Digitale Ethik" nicht unserem zukünftigen Wirtschaftssystem zu, sondern den darin handelnden Personen.


Sven Semet

HR Thought Leader bei IBM Deutschland

Karriereplanung und Personalentwicklung durch Künstliche Intelligenz bei IBM

Sven Semet ist seit Jahren HR Thought Leader bei IBM Deutschland. Er formt Talentmanagement-Strategien und innovative HR-Lösungen im Personalmanagement. IBM Watson Analytics ermöglicht Prognosen im Bereich Fluktuation, Mitarbeiterzufriedenheit, interner Kommunikation oder wird zur Datenanalyse von Bewerbungen und Internet-Postings eingesetzt. IBM Talent Insights verarbeitet große HR-Datenmengen und formt daraus fachbezogene Erkenntnisse.   Auch im Bereich der Personalentwicklung findet Künstliche Intelligenz Anwendungen bei IBM. So liefert IBM Watson Analytics Lernvorschläge für Mitarbeiter zur Gestaltung ihrer Karriere. Gesammelte Daten aus der Mitarbeiterbefragung erlauben eine Ableitung von Mustern und den Zufriedenheitsstatuts der Mitarbeiter. Ein webbasierter kognitiver Assistent berät individuell und fundiert über Weiterbildung, offene Stellen und Aufstiegschancen im Unternehmen.


Get Inspired by Catalysts | Künstliche Intelligenzen

Einer der innovativsten oberösterreichischen IT-Anbieter für den gesamten Prozess der Individual-Softwareentwicklung beschäftigt seit zwei Jahren Künstliche Intelligenzen. Sie arbeiten schwerpunktmäßig in bestimmten Aufgaben mit und entwickeln sich permanent weiter. Catalysts lässt Sie bei der HR-TAGUNG-18 eintauchen in die Arbeit mit diesen virtuellen Partnern und erklärt wie man sie für Tätigkeiten nutzt, die Ressourcen in der Organisation stark auslasten, fehlerfreie Routinen garantieren oder Vergleichswerte liefern sollen.


Veranstaltungsort:

 

Tabakfabrik Linz

Raum Étage Lumíère (Eingang U1)
Peter-Behrens-Platz 15
4020 Linz

Medienpartner:


Mit freundlicher Unterstützung:


Sponsor- & Ausstellerpackages für HR-Tagung-18

Die HR-TAGUNG-18 bietet Ihnen ein hochkarätiges Umfeld, um Ihr Unternehmen zu präsentieren!

>> Hier finden Sie alle Details zu den Sponsor- & Ausstellerpackages 

Ihr Kontakt im Netzwerk HR:
Barbara Wiplinger
Tel.: +43 732 79810 5193
Mail


Arbeiten morgen. Organisation im Freiraum

150 Interessierte bei der HR-TAGUNG-17

Schneller, digitaler, mobiler – die Arbeitswelt von morgen setzt zeitliche, räumliche und organisatorische Flexibilität in Unternehmen voraus.

Wie wir heute und in Zukunft arbeiten, ist im Wandel begriffen. Bei der HR-TAGUNG am 1. März 2017 diskutierten Experten mit den Teilnehmern, welche Konsequenzen die technologischen Veränderungen in Bezug auf Arbeitsräume und Unternehmensstrukturen haben werden. Für die meisten Unternehmen bedeutet es jedenfalls einen radikalen Wandel in ihrer Arbeitskultur und dem täglichen Denken und Handeln.

Veränderungen brauchen Mut

Die neue Arbeitswelt charakterisiert zeitliche, räumliche und organisatorische Flexibilität. Neues Arbeiten bedeutet aber nicht nur ein modernes Bürogebäude zu bauen, es bedeutet vielmehr den Wandel hin zu einem selbstbestimmteren, eigenverantwortlichen, vertrauensorientierten Arbeiten zu unterstützen.

Entwicklungsräume für Mitarbeiter

Genau das versucht der Industriebetrieb MIBA mit dem neuen MIBA-Forum umzusetzen. Bernhard Reisner gab bei der HR-Tagung Einblicke in die Entstehung des Bürogebäudes: Aus seiner Sicht muss Innovation, Lernen und Kollaboration heute in einer anderen Form stattfinden. Das MIBA-Forum soll mit einer offenen Gebäudestruktur das Finden von Ideen und Lernen ermöglichen und fördern. Reisner unterstreicht, dass es für derartige Change-Prozesse vor allem das Bewusstsein im Unternehmen braucht, ein `überzeugt sein´, dass das Sinn macht. Bei MIBA wurden auch von Anfang an Mitarbeiter aus allen Bereichen in den Prozess miteingebunden. Reisner rät den Teilnehmern, nicht andere Unternehmen zu kopieren, sondern Konzepte zu entwickeln, die zur Kultur der eigenen Organisation passen.

Marcus Izmir stellte bei der Tagung die Initiative „Das Neue Arbeiten DNA“ vor. Er versteht sich selbst als Netzwerker, Vermittler und Lenker. Das neue Arbeiten heißt für ihn, so zu arbeiten, dass der Unternehmenserfolg mit Freude verbunden wird. Leistungsorientierte Bezahlung, zeitadäquate Technologien, Unabhängigkeit von Ort und Zeit. Es reiche aber nicht, die Flexibilität nur im räumlichen Sinne zu leben. Es muss flachere, vernetzte Strukturen geben. Ein Mehr an Vertrauen und ein Weniger an Kontrolle. Dazu braucht es jedoch ein Umdenken und Umlernen bei den Führungskräften und eine Fehlerkultur im Unternehmen, die es auch erlaubt, darauf zu vertrauen, dass gemeinsam definierte Aufgaben in der vereinbarten Zeit und in einer entsprechenden Qualität erledigt werden.

Reifegradmodell erhebt Status Quo

Der technologische Wandel und die damit einhergehende Digitalisierung der Arbeitswelten, der verstärkte globale Wettbewerb und die Volatilität internationaler Märkte verlangen nach einer vernetzten Kollaboration, über Zeit- und Raumgrenzen hinweg. Die zunehmende zeitliche und örtliche Flexibilisierung der Arbeit führt zu veränderten Anforderungen an die Arbeitsorganisation. Gültige Standards der Arbeitsbedingungen, Beschäftigungsformen und die Organisation der Arbeit unterliegen damit einem starken Wandel. Mitarbeitern sind verstärkt gefordert, sich als unternehmerisch denkende und handelnde Unternehmensmitglieder zu präsentieren und benötigen dafür entsprechende Handlungsspielräume. Durch diese Flexibilisierung und die damit verbundene Individualisierung von Arbeit stoßen auch bislang erfolgreich eingesetzte Zusammenarbeits- und Führungsstrategien an ihre Grenzen. Wie kann aber nun ein Unternehmen künftige Veränderungen in Bezug auf neues Arbeiten anstoßen, wenn es noch gar nicht weiß, wo es derzeit steht?

Die FH Wien hat in Zusammenarbeit mit der Initiative DNA ein Reifegradmodell entwickelt, welches den Status Quo eines Unternehmens erhebt. Barbara Covarrubias Venegas (Forscherin und Projektleiterin DNA-Reifegradmodell, FH Wien der WKW) stellte bei der HR-Tagung die sieben Faktoren vor, welche die IST-Situation eines Unternehmens in Bezug auf neues Arbeiten beeinflussen: Offen und bereit für alle Generationen, Wertschätzung & Unternehmerisches Denken, Unternehmenserfolg mit Freude, Produktivitäts- und Kreativitätsförderndes Ambiente, Flexible Strukturen & Teamarbeit, Unabhängigkeit von Ort & Zeit.

Offen für Experimente

Sven Franke, Geschäftsführer der CO:X UG und Mitinitiator des Films „Augenhöhe“, sieht viele Herausforderungen auf die Personalisten zukommen. Wie gelingt es die Erwartungen der Kunden mit der Entwicklung der Märkte und der Individualisierung der Mitarbeiter in Einklang zu bringen? Eine Patentlösung gibt es jedenfalls nicht. Man solle sich von der Vorstellung verabschieden, dass es Blaupausen gibt, die auf viele Unternehmen übertragbar sind. Jede Organisation müsse ihren eigenen Weg finden und gehen. Ein Weg, der zu den Menschen in der Organisation, zu den Kunden und zum Marktumfeld passt. Ein weiteres Unternehmensbeispiel, wie sich Organisationen am Wandel der Zeit und Technologie neu ausrichten kann, präsentierte Michaela Pichler-Lele, HR-Managerin bei Tele Haase Steuergeräte Ges.m.b.H. Das ursprünglich sehr traditionelle, familiengeführte Unternehmen, hat in den letzten vier Jahren viele Dämme gebrochen. Weg von der hierarchischen Führung, hin zu mehr Eigeninitiative und Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters. Beispielsweise wurden Statussymbole wie Firmenfahrzeuge und Titel auf Visitenkarten entfernt. Die Vereinheitlichung des Entlohnungssystems zeigt die große Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern.

Innovationstalk

Beim anschließenden Innovationstalk brachten Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Praxis ihre Ansichten und Ideen zur Arbeitswelt von morgen ein. Für Wirtschaftsreferent, Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl ist klar, dass die Digitalisierung nicht nur Produktionsprozesse verändern, sondern ganz neue Anforderungen an jede/n einzelnen Mitarbeiter/in stellen wird. Die Veränderungen müssten von der Personalentwicklung begleitet und vorausgedacht werden. Elke Schüßler, Institutsvorständin beim Institut für Organisation und Globale Managementstudien an der JKU Linz, spricht von „organisierter Kreativität“. Dazu bedürfe es mehr Offenheit und weniger Hierarchien. Dennoch braucht auch Kreativität ein gewisses Maß an Strukturen. Auch Chris Müller, künstlerischer Direktor der Tabakfabrik Linz, plädiert als ehemaliger Künstler für die Förderung der Kreativität. Die Freiheit von Mangel und Furcht ermögliche Kreativität, klassische Industrie und kreatives Handwerk müssten verschmelzen und sich gegenseitig befruchten. Als Vertreterin eines in der Tabakfabrik angesiedelten Unternehmens, ist Irene Bouchal-Gahleitner (Leitung HR, Netural GmbH) überzeugt, dass alleine die Kreativität und Innovationskraft vor Ort in der Tabakfabrik auf die Mitarbeiter abfärbt. Netural tut das eigene dazu und schafft Freiräume für die Mitarbeiter, um Kreativität und Selbstorganisation zu fördern: sei es mit einem Tischtennistisch, der Möglichkeit die Arbeit aus dem Ausland zu erledigen oder in Form von Vielfalt im Unternehmen. Bouchal-Gahleitner fordert andere Unternehmen dazu auf, einfach neues auszuprobieren, die Erfahrung was dabei herauskommt, hätten wir alle nicht.

In diesem Sinne: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Die Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt und in Organisationen erfordern ein großes Umdenken in den Unternehmen: Weg von der Kontrolle, hin zu Empowerment – weg von der Hierarchie, hin zu Netzwerken – weg vom Optimieren, hin zum Experimentieren.

Impressionen HR-Tagung 17

Lesen Sie mehr darüber im HR-Web

HR-Tagung 2015 - Lebensabschnitts-Partner OÖ - Die Region. Ihre Talente.

Bilder HR-Tagung 2015

14. Oktober 2015 | Schloss Puchberg, Wels 


HR-Tagung 2014 - HR-Management im Spannungsfeld zwischen Service und Strategie

Fotos HR-Tagung 2014

Mittwoch, 24. September 2014 | Schloss Puchberg, Wels


HR -Tagung 2013 - It’s A Small World | Ihre ArbeitnehmerInnen sind da draußen!

Mittwoch, 25. September 2013 | Schloss Puchberg, Wels

Liebe Leserinnen und Leser!

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.