
Folgende Themenbereiche stehen bei RIO im Mittelpunkt:
Alle Unternehmen der oö. Wirtschaft sind eingeladen, sich an den Themennetzwerken zu beteiligen, können davon profitieren und dadurch ihre betriebliche Leistungsfähigkeit verbessern. Gezielt soll dabei vor allem auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eingegangen werden.
Gemeinsam statt einsam: Netzwerkbildung stärkt die oö. Wirtschaft
Die Ziele sind daher:
Fördervolumen: Sechs Millionen Euro
Bis dato liegen 32 Projektanträge vor, der RIO-Lenkungsausschuss (Vertreter von Land, AK, WK OÖ, Unternehmen, Uni, FH, UAR, Frauenbeauftragte) hat für 15 Projekte Förderempfehlungen ausgesprochen.
Mag. Gerlinde Pöchhacker:
Die Themenfelder im Detail - Konkrete Projektvorschläge
Im Bereich Humanressourcen sollen bewusstseinsbildende Maßnahmen für Frauen und Jugendliche gesetzt werden, um das Interesse für Innovations- und Technikthemen und für entsprechende Berufe und Studien in diesem Bereich zu verstärken. Weiters sollen innovative HR-Maßnahmen in Unternehmen zur Verbesserung der Arbeitsqualität und –zufriedenheit zum Einsatz kommen. Der branchenübergreifende Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen über innovative HR-Instrumente soll hier aktiviert werden.
Konkrete Maßnahmen, wie diese Ziele zu verwirklichen sind, sind etwa
- die Aufbereitung des Themas „Technik“ im Internet,
- Tage der offenen Türen um Mädchen für diese Berufe zu begeistern,
- Schnuppertage in technikorientierten Unternehmen für Mädchen,
- eine Fortbildungsveranstaltung für Lehrer/innen ,
- ein Jugendfolder für Schüler/innen und die
- Analyse und Adaptierung von Technik-Arbeitsplätzen für Frauen im Automobil-Bereich.
FTI (Forschung/Technologie/Innovation)
Die Ziele in diesem Bereich sind die Verbesserung der Innovationsfähigkeit der Firmen und die Verstärkung des Technologietransfers von Forschungseinrichtungen zu Unternehmen, insbesondere zu KMU. Das geschieht durch die Durchführung konkreter Entwicklungsprojekte.
In einem Projekt bereiten mehrere Unternehmen und Forschungseinrichtungen die gemeinsame Nutzung von Mess- und Prüfeinrichtungen für die F&E-Tätigkeit vor. Dadurch können eine breitere Palette von hochwertigen Ressourcen kostengünstig genutzt werden. Leichtere Materialien und die Reduzierung der Entwicklungszeiten sind die Ziele des Projekts.
Logistik
Unternehmen, die ihre Logistikkompetenz verbessern wollen, sind aufgerufen, im Netzwerk Logistik mitzuarbeiten. Hier haben sich alle im Logistikbereich tätigen Akteure (Verein Netzwerk Logistik, Universität Linz, Fachhochschule Steyr, Wirtschaftskammer und TMG) zusammen getan, um in den nächsten zwei Jahren mit Workshops, Trainings, Studienreisen, Optimierungsprojekten usw. die oö. Firmen bei der Optimierung ihrer inner- und zwischenbetrieblichen Logistik zu unterstützen und Innovations- und Kostenpotenziale zu erschließen.
Design & Medien
Unternehmen, die in ihrer Produktgestaltung auf Design setzen, können höherwertige und hochpreisige Produkte anbieten. Ein Wettbewerbsvorteil, der für große wie kleine Unternehmen höchst relevant ist. Im Projekt Design & Medien haben sich die wesentlichen Player im Designbereich, wie zum Beispiel die Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, die Universität Linz und das AEC zusammen getan, um mittels Bewusstseinsbildung, praxisorientierter Qualifizierung und dem intensiven Erfahrungsaustausch mit Unternehmen, die bereits erfolgreich ihre Designkompetenz verbessert haben, das Thema Design & Medien in die oö. Wirtschaft zu bringen.
Regionaler Innovationsraum = Stärkung des ländlichen Raums
In diesem Themenfeld soll vor allem eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des ländlichen Raums und der regionalen Identität erfolgen. Weiters sollen regionalwirtschaftlichen Entwicklungskonzepte durch innovative Schlüsselprojekte umgesetzt und der Innovationsgedanken in der Wahrnehmung der Menschen verankert werden.
Ein zentraler Punkt des Regionalwirtschaftlichen Entwicklungskonzeptes Vöcklabruck ist der Ausbau der bestehenden regionalen Stärkefelder (Mechatronik, Blechverarbeitung, Holz und Wassertechnologie). Ein Hauptziel des in RIO geförderten Projektes „SWOT-SPOT“ ist es, in einem ausgewählten Stärkefeld Partnerbetriebe zu identifizieren und ein umsetzungsreifes regionales Netzwerkprojekt aufzubauen.
Im Projekt „Von der Strategie zur Aktion“ der Region Steyr-Kirchdorf wird ein Umsetzungsprozess für die strategische Ausrichtung im Bereich Gewerbe und Industrie erarbeitet und eingeführt.
Mag. Eva Zsigo:
Wer kann eine Förderung in Anspruch nehmen?
Für das Themenfeld 5 sind Förderungswerber im Sinne dieser Richtlinien alle Regionalmanagements, Körperschaften öffentlichen Rechts (Gemeinden und Gemeindeverbände) sowie Vereine, Tourismusorganisationen und Interessensvertretungen.
Unternehmen werden nicht mit Bürokratie belastet
Zwei Projektkategorien zur Umsetzung
Förderintensitäten für Vernetzungsprojekte
Förderintensitäten für innovative Pilotprojekte
Interesse ist groß - nächste Projektantragsfrist 27. Februar 2004
Informationen und Kontakt