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HR-News


26.11.2007

Nachlese: "Betriebliche Altersvorsorge auf dem Prüfstand"


Der Fachexpertenabend am 22. November im tech cEnter Linz stand ganz im Zeichen der Betrieblichen Altersvorsorge. Rund 20 TeilnehmerInnen informierten sich, welche Vorteile die BAV sowohl für ArbeitgeberInnen als auch ArbeitnehmerInnen bringt. Neben finanziellen Vorteilen kann, wie am Beispiel der ASSISTA Soziale Dienste GmbH gezeigt, vor allem auch die MitarbeiterInnenbindung ans Unternehmen erhöht werden.

Ausgangspunkt für betriebliche Altersvorsorge ist sicherlich die demografische Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren weiter bemerkbar machen wird. Das gesetzlich normierte "Umlageverfahren" kann aufgrund dessen zukünftig nicht mehr funktionieren, was zwangsläufig zu einer weiteren Kürzung der staatlichen Pensionen bzw. einem noch späteren Pensionsantritt führen muß. Daher gilt es über die Betriebliche Altersvorsorge dafür vorzusorgen.

Die Lebenserwartungen steigen genauso wie das Gesundheitsbewusstsein wächst. Dem gegenüber steht eine stetig rückläufige Geburtenrate, was bedeutet, dass für unsere alternde Bevölkerung weniger aktive Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden. Interessant hierbei ist, dass Österreich mit rund 12 % im EU-Vergleich noch weit unter dem EU-Durchschnitt von 51 % bei der betrieblichen Altersvorsorge liegt. Dabei ergeben sich sowohl für ArbeitnehmerInnen als auch ArbeitgeberInnen gesetzlich geregelte Begünstigungen, wie etwa die Ersparnis der Lohnnebenkosten und weitere attraktive Steuervorteile für beide Seiten.

Welche Vorteile nun die betriebliche Altersvorsorge darüber hinaus bringt, welche steuerlichen Aspekte dabei betrachtet werden müssen und wie die Einführung in der Praxis am Beispiel der ASSISTA funktioniert hat, haben Experten und Unternehmensvertreter beim Fachexpertenabend vorgestellt:

Mag. Marcus Stopper, BAV Manager bei der OÖ. Versicherung stellte mehrere Möglichkeiten zur „Betriebliche Altersvorsorge“ vor, unter anderem die Abfertigungsrückdeckungsversicherung, Abfertigungsausgliederungsversicherung, Zukunftssicherung, etc. Mit Rechnungsbeispielen aus der Praxis erläuterte er, welche Motive für ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen tragend sind. Für Herrn Mag. Stopper ist besonders die Aufklärungsarbeit bei den Arbeitnehmern von großer Bedeutung.

Laut Herrn Mag. Karl-Heinz Kappler von der Kappler & Wagner Steuerberatungs OEG ist allerdings "der Vorsorgegedanke noch wichtiger als der Steuervorteil, der natürlich einen angenehmen Nebeneffekt darstellt.“ Er präsentierte den TeilnehmerInnen steuerliche Aspekte von Pensionszusagen und Zukunftssicherungen.

„ASSISTA gibt seinen MitarbeiterInnen einen Rucksack für die Zukunft mit“, schildert Christian Aichmayr, Leiter des Personalwesens bei ASSISTA Soziale Dienste GmbH. Rund 80 % der im Unternehmen beschäftigten MitarbeiterInnen stehen in einem Teilzeitarbeitsverhältnis. Auch aufgrund dessen und dem Wunsch der Belegschaft nach Kontinuität gab es Überlegungen, wie man die Mitarbeiterbindung ans Unternehmen verbessern könnte.
Seit 2001 gibt es nun eine Betriebsvereinbarung, in der geregelt ist, dass MitarbeiterInnen eine Zukunftsvorsorge erhalten. Für ASISSTA hat sich das Modell bewährt. Es zeigt Wertschätzung gegenüber den ArbeitnehmerInnen und wird als Bonus anerkannt. Dies hat nicht zuletzt auch die Bindung der MitarbeiterInnen ans Unternehmen gestärkt.

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