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HR-News


22.10.2007

Nachlese: "Innovative Wege für Recruiting"

Positionierung der Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber
„Mit 2,9 % Arbeitslosenquote in Oberösterreich haben wir den niedrigsten Wert seit 25 Jahren“, so Dr. Roman Obrovski, Landesgeschäftsführer des AMS Oberösterreich. Der schon seit längerem akute Fachkräftemangel beschäftigt die oberösterreichischen Unternehmen massiv und veranlasst diese sich über Themen wie Personalmarketing und professionelles Personalrecruiting Gedanken zu machen. „Unternehmen müssen sich besser “vermarkten“, rät Mag. (FH) Michael Sarsteiner, Büroleiter der IVENTA Personalberatung GmbH, „denn Öffentlichkeitsarbeit und ein hoher Bekanntheitsgrad helfen gerade in schwierigen Zeiten, das Unternehmen als interessanten Arbeitgeber zu positionieren.“ Schwierigkeiten treten häufig dann auf, wenn das Unternehmen bei der Aufstockung von MitarbeiterInnen mit dem derzeit starken Wirtschaftswachstums nicht Schritt halten kann. In solchen Zeiten kann Personalrecruiting viel Kraft und Ressourcen in den Personalabteilungen erfordern.

Verankerung der Personalstrategie in der Unternehmensstrategie
Erfolgreiches Recruiting erfordert jedoch mehr als einen hohen Bekanntheitsgrad des Unternehmens. Eine Verankerung der Personalstrategie in der Unternehmensstrategie ist laut Herrn Mag. (FH) Michael Sarsteiner ein „Muss“. Die strategische Personalplanung ist notwendig um zu sehen, wo und wann ein Unternehmen welche MitarbeiterInnen braucht. Dann kann auch eine vorausschauende Personalplanung stattfinden und das Potential der eigenen MitarbeiterInnen genutzt werden. Herr Dr. Roman Obrovski weist hier im Besonderen auf die Gruppe der älter werdenden MitarbeiterInnen und Frauen hin. „Frauen tragen rund zwei Drittel des Beschäftigungswachstums im Dienstleistungsbereich“, so Herr Dr. Obrovski und macht dabei erneut auf das Potenzial von Frauen in der Technik aufmerksam.

Akzente im Personalrecruiting früh setzen
Die MAN Nutzfahrzeuge Österreich AG in Steyr arbeitet schon seit längerem an dem Projekt „Lebensphasenbezogenes Arbeiten“. Dabei werden unter anderem MitarbeiterInnen bereits nach Abschluss der Lehre weiterqualifiziert, um für den Fall vorzusorgen, dass jemand körperlich einmal nicht mehr fähig ist die ursprünglich erlernte Tätigkeit durchzuführen. Wir sind außerdem bemüht den PraktikantInnen der Fachhochschule Steyr hinsichtlich Betreuungs- und Themenqualität einiges zu bieten“, so Herr Mag. Paul Scheran, MAN Nutzfahrzeuge Österreich AG, „um bereits früh Akzente in der Rekrutierung zu setzen.“

Klare Verantwortlichkeiten im Unternehmen
Maßnahmen bereits vorausschauend zu setzen, sind ein wesentliches Erfolgskriterium im Recruiting. Dazu ist es notwendig klare Verantwortlichkeiten im Unternehmen festzulegen. Der Recruitingprozess - vom Bedarf eines neuen Mitarbeiters bis zur vollständigen Integration im Unternehmen - soll von einer Person geplant und betreut werden. Denn andernfalls, passiert es leicht, dass der Prozess im operativen Geschäft untergeht und eine laufende Betreuung sehr schwierig wird.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion nutzten die TeilnehmerInnen schließlich noch die Möglichkeit mit den ReferentInnen offene Fragen zu klären. Im Anschluss fand eine Führung durch das Druckzentrum der OÖ Nachrichten statt und man ließ den Abend beim gemeinsamen Buffet und mit der druckfrischen Tageszeitung vom darauffolgenden Morgen ausklingen.

Entwicklungsdialog
Unternehmen die sich intensiver mit dem Thema Recruiting auseinandersetzten möchten, sind eingeladen sich an einem Entwicklungsdialog des Netzwerks zu beteiligen. Durch die Vernetzung von Unternehmen zu spezifischen Fragestellungen des Recruiting wird der Erfahrungsaustausch der TeilnehmerInnen und das Voneinander- und Miteinanderlernen gefördert. Der Blick über den eigenen Tellerrand und externe Inputs von Referenten eröffnen neue Denkanstöße und die Möglichkeit zur kritischen Reflexion der unternehmensinternen Aktivitäten. Bei Interesse melden Sie sich bitte einfach im Netzwerk Humanressourcen.

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