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Das Projekt „Betriebliche Kompetenzentwicklung für Klein- und Jungunternehmer“ ist eine Kooperation zwischen Institut für Unternehmensgründung und Unternehmensentwicklung, Johannes Kepler Universität Linz und der WIFI-UNTERNEHMER-AKADEMIE, WKO Oberösterreich.
1. KURZBESCHREIBUNG
Die Potentialanalyse stellt ein Instrument dar, um zu erkennen, welche Stärken, Schwächen, Motivation, Neigungen, Fähigkeiten usw. eine Person hat. Es gibt verschiedene einfache Methoden, wie z.B. Probemonat, Schnuppertage, Praktika, und anspruchsvollere Verfahren wie Tests (z.B.: Test „Ausbildung in Griff“ in Papier- und Onlineform als Auswahlhilfe für Lehrlinge; zu bestellen unter http://www.ibw.at/ – am Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft), die bereits jetzt in vielen Klein- und Jungunternehmen angewendet werden und die Auswahl zukünftiger Mitarbeiter/innen unterstützen.
Daneben gibt es aber auch standardisierte Verfahren, die fundierte Ergebnisse liefern. Eines dieser bewährten Instrumente ist die Potentialanalyse der WK-Karriereberatung.
Nur Mitarbeiter, die entsprechend ihren Potenzialen eingesetzt sind, bringen maximalen Erfolg für Ihr Unternehmen und sind mit Freude und Engagement bei der Sache. Falsch besetzte Positionen hingegen hemmen Arbeitsprozesse und verursachen dem Unternehmen finanziellen Schaden.
Die Potenzialanalyse ist ein wissenschaftliches Verfahren, um Potenziale (Stärken, Schwächen, Neigungen, Fähigkeiten) eines Menschen zu erheben und mit definierten Anforderungen einer Arbeitsstelle / eines Unternehmens abzugleichen.
Angesprochen sind
Unternehmen, die ihre personalwirtschaftlichen Entscheidungen auf Basis von objektivierten Informationen über die beteiligten Personen treffen und die Entscheidungsqualität erhöhen wollen.
Unternehmen, die Unterstützung im Prozess der Mitarbeiterauswahl, der Mitarbeiterförderung und der Mitarbeiterfreisetzung benötigen.
Unternehmen mit aktuellen personalwirtschaftlichen Problemstellungen (z.B. Neueinstellungen, Lehrlingsauswahl, Teamzusammenstellung, etc.).
Das Instrument der Potenzialanalyse ist sowohl für Kleinst- und Kleinunternehmen als auch für mittlere und größere Unternehmen gleichermaßen gut geeignet.
Absicherung der Qualität der personalwirtschaftlichen Entscheidungen
Die Potenzialanalyse ist eine wesentliche Entscheidungshilfe in personalwirtschaftlichen Angelegenheiten und gewährleistet treffsichere Ergebnisse.
Anwendungsbereiche sind die Personaleinstellung, Lehrlingseinstellung, Karriere- und Nachfolgeplanung, Teamzusammenstellung und Projektleading, Outplacement, Jahresplanung im Rahmen der Mitarbeitergespräche, Motivation, etc.
Optimale Ausschöpfung der Human Ressourcen
Der Anspruch, „den/die richtige(n) MitarbeiterIn am richtigen Ort einzusetzen“, stellt hohe Anforderungen an den/die UnternehmerIn bzw. den/die Personalverantwortliche(n). Neben der fachlichen Eignung sind ja die personalen Faktoren wesentliche Entscheidungskriterien.
Feedback und Basis für Persönlichkeitsarbeit
Der / die KandiatIn erhält persönliches Feed-back als Standortbestimmung, welches als Grundlage für die weitere persönliche Entwicklung bzw. Berufsplanung hilfreich sein kann.
Der / die Personalverantwortlich des Unternehmens erhält für den Prozess der personalwirtschaftlichen Entscheidung eine Prozessbegleitung
durch unabhängige Experten der Karriereberatung.
Vor allem Kleinst- und Kleinunternehmen haben den Vorteil, dass die Potenziale ihrer (potentiellen) MitarbeiterInnen exakt auf ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen erhoben werden und sie professionelle Rückmeldungen über diese Potenziale erhalten. Durch die Prozessbegleitung durch einen unabhängigen Experten braucht das Kleinst- bzw. Kleinunternehmen nicht selbst eigene Kompetenz im Bereich Personalrecruting bzw. Personalentwicklung aufbauen, gibt jedoch auch die Personalentscheidung nicht aus der Hand sondern erhält eine professionelle Aufbereitung von objektiven Daten als Grundlage für seine Personalentscheidung.
Mögliche Analyseschwerpunkte sind:
a) Lebenslauf, Aus- und Weiterbildung
Die biographischen Daten werden kurz zusammengefasst.
b) Intelligenz
Die Intelligenz ist ein wesentlicher Faktor zur Erhebung des Potenzials. Prinzipiell lässt sich die Aussagen treffen, dass je nach Stelle ein angemessener Intelligenzfaktor sowohl die Eignung wie auch das Entwicklungspotenzials anzeigen kann. Die Intelligenzbereiche (Numerische, verbale, figurale Begabung, etc.) geben Aufschluss über die Bereiche, in denen die Begabungsschwerpunkte liegen. Damit lassen sich Aussagen über die Einsatzmöglichkeiten der jeweiligen Person treffen.
c) Neigungs- bzw. Interessensstruktur
Hier werden Informationen über verschiedene Bereiche der Neigungsstruktur erfasst, die sich im Folgenden beziehen auf:
Bedürfnisse I: (Humane Bedürfnisse)
- Kooperierendes, teamgerechtes Verhalten und Anpassungsbereitschaft
Bedürfnisse II: (Aktivitätsbedürfnisse)
- Interaktive Selbstbehauptung, Durchsetzungswille, Unternehmensfreude
- Unterordnung, Passivität, Normgebundenheit
Bedürfnisse III: (Kontaktbedürfnisse)
Hier zeigen sich Ausprägungen in Richtung
- aktive oder passive Kontaktaufnahme
- Extra- bzw. Introversion
- Teambezogenheit oder Wunsch nach Alleinarbeit
Bedürfnisse IV: (Psychische Bedürfnisse)
- Ein Aspekt bezieht sich auf verschiedenste Formen mündlicher Betätigung und erfasst im Folgenden den Wunsch nach Reden, Verhandeln, Diskutieren, aber auch den Wunsch nach Geborgenheit bzw. Umsorgung im passiven Sinne.
- Ein weiterer Aspekt zeigt eine starke Beziehung zu handwerklichen, materialbezogenen Tätigkeiten, sei es im technischen oder gestalterischen Bereich, gibt aber genauso Aufschluss über Ordnungs- und Schematisierungssinn.
Bedürfnisse V: (Ich-Bedürfnisse)
Mit diesen Bedürfnissen kommen die verschiedenen Möglichkeiten zum Ausdruck, wie ein Mensch seine Persönlichkeit manifestiert,
wie er zu sich steht und nach außen wirken will. Diese Neigungsbereiche geben Aufschluss über
- Ich-Darstellung, Ich-Behauptung
- Selbstvertrauen, - Geltungsstreben, - Selbstwert
- Extra- oder Introversion
- Bedürfnis, Verantwortung zu tragen
- Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt
- Ordnungsbedürfnis
Bedürfnisse VI: (Intellektuelle Bedürfnisse)
In diesen Bereichen geht es um Lern- und Aufnahmebereitschaft, Interesse für Weiterbildung, Bedürfnis nach tiefergehender intellektueller Tätigkeit.
Bedürfnisse VII: (Gestaltungsbedürfnisse)
Diese Bereiche beziehen sich auf verschiedenste Tätigkeiten im gestalterischen Bereich, sowohl in Bezug auf kreativ, künstlerisches als auch in Bezug auf konstruktiv, technisches, planendes Arbeiten.
Bedürfnisse VIII: (Fachliche Bedürfnisse)
In diesen Bereichen zeigen sich Interessen an Tätigkeiten wie:
- Umgang mit Zahlen – mathematisches als auch kaufmännisches Rechnen
- Organisieren, managen,
- Verwalten, Bürotätigkeiten
- ökonomisch- wirtschaftliche Belange
Bedürfnisse IX: (Motorische Bedürfnisse)
Es handelt sich dabei um verschieden Aktivitäten, die in jeweiliger körperlicher Form zum Ausdruck gelangen. Es kann sich dabei um Interesse an
## klein- oder großmotorischer Tätigkeit
## praktisch- produktiver Arbeit
## Bewegung oder ruhig-sitzende, denkerische Arbeit handeln
d) Persönlichkeitsstruktur
Hierzu können Aussagen zu folgenden Merkmalen getroffen werden:
Stellungnahme zum Arbeitsprozess:
- Selbstständigkeit
- Konzentriertheit
- Eigenverantwortlichkeit
- Ausdauer
- Verlässlichkeit und Stetigkeit
- Führungsvermögen
- Umstellungsfähigkeit
- Alltagsfleiß
- Beharrungsvermögen
- Selbst- oder Fremdbestimmtheit
Beziehen zur Sozialen Umwelt:
- Sensibilität
- Einfühlungsvermögen
- Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen
- Teamfähigkeit
- Kommunikations- und Kontaktfähigkeit
- Beziehungsfähigkeit
- Fürsorge
- Mitmenschlichkeit
- Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit
Ich-Ausrichtung:
- Aufnahmebereitschaft und Offenheit
- Zielstrebigkeit und Ehrgeiz
- Motivationsstruktur
- Entschlussfähigkeit und -bereitschaft
- Willensdurchsetzung
- Aktivität
Denk- und Handlungsweise:
- Beständigkeit
- Aufmerksamkeit und Realitätsbezogenheit
- Logik
- Sachlichkeit und Genauigkeit
- Durchsetzungsvermögen
- Gewissenhaftigkeit
- Kombinations- und intellektuelle Abstraktionsfähigkeit
- Planungs- und Umsetzungsfähigkeit
Jeder Mensch birgt in sich eine Vielzahl von Neigungen, Bedürfnissen und Fähigkeiten, die in ihrer Kombination die individuelle Persönlichkeit ergeben. Das Verfahren ist in der Lage, sämtliche individuellen Potenziale zu erkennen und den definierten betrieblichen Anforderungen gegenüberzustellen.
Daraus ergibt sich, dass Individuen mehr oder weniger gut geeignet sind, diesen Anforderungen (nicht nur den fachlichen sondern vor allem den Anforderungen betreffend die Neigungs- und Persönlichkeitsstruktur) zu entsprechen.
Weitere Informationen finden Sie auch unter:
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